Ressourcenschonende Nutzung der Nährstoffe im Kompost

Die derzeit in Deutschland getrennt erfassten Mengen an Bio- und Grüngut werden zu rund 4,5 Millionen Tonnen Kompostprodukten verarbeitet. Kompost ist das Endprodukt der Kompostierung oder der Vergärung mit nachgeschalteter aerober Behandlung. Als organischer Dünger oder Bodenverbesserer werden Komposte in der Landwirtschaft, im Garten-/Landschaftsbau sowie im Hobbygartenbau eingesetzt. Auf dieser Basis werden rund zehn Prozent der in Deutschland eingesetzten Menge an Phosphatdünger, neun Prozent an Kaliumdünger und etwa acht Prozent an Kalkdünger durch die Nährstofffracht aus Komposten abgedeckt. Im Hinblick auf die endliche Verfügbarkeit des Rohstoffs Phosphor ist dieses Substitutionspotenzial von besonderer Bedeutung.

 

Die Nachfrage nach Kompostprodukten hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Etwa 60 Prozent der Anlagen und 70 Prozent der Mengen unterliegen der freiwilligen RAL-Gütesicherung, die gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen ein höheres und durch unabhängige Qualitätskontrollen sicher gewährleistetes Qualitätsniveau ausweist.

 
Der BDE engagiert sich dafür, dass die Verwertungswege für die erzeugten organischen Dünger und Bodenverbesserer offen bleiben. Regelungen des Düngerechts konterkarieren regelmäßig umweltpolitische Vorgaben, die an anderer Stelle zur verstärkten Rückgewinnung und Kreislaufführung von erneuerbaren Rohstoffen formuliert und festgelegt sind.
 

Vorsitzender

Aloys Oechtering

Aloys Oechtering

Ansprechpartnerin im BDE

Dr.-Ing. Annette Ochs

Dr.-Ing. Annette Ochs

Tel: +49 30 590 03 35-55

E-Mail: ochs@bde.de