Sanitärversorgung für Flüchtlinge sicherstellen

BDE: Hygienepotenziale mobiler Sanitäreinrichtungen nutzen

18.11.2015

Mehr als 2,4 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sanitärer Grundversorgung und 946 Millionen Menschen sind gezwungen, ihre Notdurft im Freien zu verrichten. Vor allem in weniger entwickelten Ländern sind Infektionskrankheiten – verursacht durch fehlende Sanitäreinrichtungen und mangelnde Hygiene – ein ernstzunehmendes Problem. Angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme nach Europa und nach Deutschland wird dieses Thema jetzt auch in entwickelten Ländern akut, erklärt der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. anlässlich des Welttoilettentages der Vereinten Nationen am 19. November.

„Mobile Sanitäreinrichtungen können einen Beitrag leisten, die Lebensqualität von Menschen ohne Zugang zu fest installierten Toilettenanlagen zu erhöhen, die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern und die Umwelt zu schützen“, sagt BDE-Pressesprecher Ronald Philipp. „Das gilt auch für Deutschland. Hierzulande werden mobile Sanitäranlagen bislang aber lediglich als Ergänzung zum bestehenden Netz verstanden. Dabei können sie – wie am Bahnhof München oder in den Erstaufnahmestellen – entstehende Lücken in der sanitären Grundversorgung schließen.“

In Deutschland werden mobile Sanitäreinrichtungen vor allem auf Baustellen und bei öffentlichen Veranstaltungen eingesetzt. Der Vorteil solcher Mobiltoiletten liegt darin, dass sie flexibel dort einsetzbar sind, wo sie nur zeitweise benötigt werden. Damit entfällt der Bau fester Toilettenanlagen. Gleichzeitig werden das Grundwasser sowie die Tier- und Pflanzenwelt vor der Belastung mit ungeklärten Abwässern bewahrt.

Das Menschenrecht auf Sanitärversorgung besteht seit 2010. Die Vereinten Nationen haben es neben dem Recht auf einwandfreies und sauberes Trinkwasser in der Resolution 64/292 verankert. In Deutschland regelt die DIN-Norm EN 16194 Mindest-Qualitätsvorgaben über die nötige Anzahl von Kabinen, um Hygienestandards an Orten sicherzustellen, an denen es keine fest installierten Sanitäranlagen gibt.

Die Mitglieder des BDE repräsentieren ungefähr 2/3 des deutschen Vermietmarktes von Mobiltoiletten mit insgesamt 140 000 Kabinen. Der BDE gehört zu den Unterstützerorganisationen der UN-Kampagne für mobile Sanitäreinrichtungen.

Weitergehende Informationen unter: http://www.worldtoiletday.info/



Kontakt
Alexander-Georg Rackow

Leiter Kommunikation, Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 30 5900335-20
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