Verbandsinitiative Europäische Kreislaufwirtschaft

Innerhalb der EU wird ein Großteil des Abfalls immer noch auf Deponien verbracht. Zur zügigen Umsetzung der AbfRRL werden derzeit viele Abfallverbrennungsanlagen oder Deponien in Ost- und Südeuropa geplant und mit EU-Fördermitteln unterstützt. Andererseits wird die Abfallverbringung in EU-Mitgliedsländer, die über hochwertige Recyclinganlagen und effiziente Abfallverbrennungsanlagen verfügen, durch langwierige Notifizierungsverfahren und eine komplizierte Gesetzeslage stark behindert, obwohl dies eine wirtschaftlich günstige, ökologisch wertvolle und gleichzeitig auch zeitnahe Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie bedeuten würde. Es besteht die Gefahr, dass weiterhin Kapazitäten für die Abfallbehandlung auf dem europäischen Markt geschaffen werden, durch die die primären Ziele der AbfRRL nicht erreicht werden .
Um mögliche Fehlinvestitionen von EU-Fördermitteln zu vermeiden und ein ressourcenschonendes nachhaltiges Abfallwirtschaftssystem auf EU-Basis zu etablieren, bildeten mehrere Verbände die Verbandsinitiative „Europäische Kreislaufwirtschaft“ und stehen für folgende Punkte:

  • Europaweite Auslastung der bestehenden hochwertigen Behandlungskapazitäten für Abfälle
  • EU-Fördermittel in abfallwirtschaftlich weniger entwickelten Mitgliedstaaten primär zum Aufbau von Infrastrukturen für Sammelsysteme und Aufbereitungstechniken nutzen
  • Länderübergreifende Abfallverbringung muss integraler Bestandteil einer EU-weiten Kreislaufwirtschaft zur Erfüllung der primären Ziele der AbfRRL sein
  • Nutzung vorhandener hochtechnisierter Verwertungsweg im europäischen Binnenmarkt ohne komplizierte Notifizierung

Federation Initiative European Circular Economy

Vorsitzender

Bernd Fleschenberg

Bernd Fleschenberg

Ansprechpartnerin im BDE

Sandra Giern

Sandra Giern

Tel: +49 30 590 03 35-40

E-Mail: giern@bde.de