Novelle der Klärschlammverordnung

Die Klärschlammverwertung soll neu geordnet werden. Dazu hat das Bundesumweltministerium einen Referentenentwurf vorgelegt, der im Wesentlichen die folgenden Regelungen enthält:

  • Ausdehnung des Anwendungsbereiches auf Maßnahmen des Landschaftbaus
  • Verschärfung schadstoffseitiger Anforderungen sowohl an die Klärschlammbeschaffenheit als auch an die zur Ausbringung vorgesehenen Böden
  • Festlegung von Anforderungen an eine freiwillige Qualitätssicherung bei der Klärschlammverwertung
  • Anforderungen an die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlämmen oder Klärschlammverbrennungsaschen bei gleichzeitiger Beendigung der bodenbezogenen Klärschlammverwertung

Ab 2025 sieht der Entwurf ein weitreichendes Verbot der bodenbezogenen Klärschlammverwertung und parallel die Pflicht zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlämmen oder Klärschlammverbrennungsaschen vor!

Der Referentenentwurf ist über die Internetseiten des BMUB verfügbar: www.bmub.bund.de/N1861/

Der BDE hat sich mit einer dezidierten Stellungnahme zum Referentenentwurf eingebracht und seine Position auch bei der Anhörung am 13.10.2015 vertreten. Der BDE bewertet die Vorschläge des BMUB als äußerst kritisch und sieht mit Bezug auf den Ressourcenschutz hierin sogar einen Rückschritt. Der Verband spricht sich für den Erhalt der bodenbezogenen Verwetung von qualitativ hochwertigen Klärschlämmen aus.

 

 

Vorsitzender

Aloys Oechtering

Aloys Oechtering

Ansprechpartnerin im BDE

Dr.-Ing. Annette Ochs

Dr.-Ing. Annette Ochs

Tel: +49 30 590 03 35-55

E-Mail: ochs@bde.de