Konzeptpapier für den EDV-Einsatz in der Abfall- und Wertstoffsammlung zur Logistikoptimierung und Nachweisführung

Der Fachbereich befasst sich mit Möglichkeiten der technischen Optimierungen in der Abfall- und Wertstoffsammlung. Dabei werden insbesondere folgende Felder betrachtet:

Identifikation der aufgestellten Abfall- und Wertwertstoffbehälter und ggf. Verwiegung von Leerungen
Nachweis der Wertstofferfassung,

Schon jetzt ist die im nachfolgenden Schaubild dargestellte Technik verfügbar.

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Abb.: Mögliche verfügbare Technik auf Fahrzeugen

In Bezug auf die Wertstoffsammlung können verschiedene Geschäftsfelder unterschieden werden:

Holsystem

privatrechtliche Straßensammlung von Wertstoffen in Abfallwertstoffbehältern (AWB) beim Bürger
Sammlung von Wertstoffen beim Gewerbekunden

Bringsystem

Sammlung von Wertstoffen in Depotcontainern, die auf öffentlichen Plätzen und Stellflächen von Gewerbekunden für den Bürger bereit gestellt werden

1. Identifikation der aufgestellten Abfall- und Wertstoffbehälter und ggf. Verwiegung von Leerungen

In Betracht kommen hier folgende Behältertypen:

 

  • Umleerbehälter
  • Depotcontainer
  • Wechselbehälter


Bei einer behältergenauen Erfassung des Aufstellortes (Zuordnung eines bestimmten Behälters zum Kunden) bestehen folgende Möglichkeiten:

  • bei Verwiegung die Zuordnung von Füllmengen zu einzelnen Kunden
  • die Zuordnung von Leerungsanzahlen zu einzelnen Kunden
  • ggf. die Zuordnung einer Störstofferfassung zu einzelnen Kunden
  • die Abrechnung nach Menge bzw. nach Leerungsanzahl möglich
  • Optimierung des Behälterbestandes anhand von Auswertungen der erfassten Daten (gezielte Abholung bzw. Umstellung von bestimmten Behältern oder Behältergrößen)


Wenn zudem die Einsatzzeit und, welche Behälter wie häufig geleert wurden, erfasst wird, hat man weitere Optionen wie

  • die Ermittlung der Sammelleistung
  • die Nachkalkulation der Sammlung und hierbei insbesondere
    • die Auswertung der Einsatzzeiten von Fahrzeug und Fahrpersonal,
    • die Auswertung der km-Laufleistung
  • die Anpassung der Touren / Reviere auf zu erwartende Leerungen
  • eine Kostenreduzierung


Zur Durchführung sind folgende Vorbereitungen zu treffen und entsprechender Aufwand zu berücksichtigen:

 

  • Ausrüstung Fahrzeuge mit Hard- und Software
  • Ausrüstung Disposition mit entsprechender Software
  • Aufwand für Auswertungen
  • Aufwand für Maßnahmen nach Auswertung


2. Nachweis der Wertstofferfassung

Mit der dargestellten Technikausrüstung können die Sammlungen dokumentiert und die gesammelten Daten als Nachweis für die Leistungserbringung beim Kunden genutzt werden:

  • mit Ident- und Verwiegedaten in Verbindung mit GPS-Koordinaten, Datum und Uhrzeit sowie einer Verknüpfung zu den Auftragsdaten Nachweis der Leerung möglich (allerdings nicht des erfassten Wertstoffes sowie dessen Qualität)
  • Nachweis der Auftragserledigung direkt nach erfolgter Leerung durch beispielsweise Emailversand der oben genannten Daten vom Fahrzeug aus, dadurch Verzicht auf Kundenunterschrift möglich

 

Vorsitzender

Udo Weber

Udo Weber

Ansprechpartnerin im BDE

Sandra Giern

Sandra Giern

Tel: +49 30 590 03 35-40

E-Mail: giern@bde.de